Projektleiterin:
Dr. Christel Hornstein
Projektmitarbeiterin:
Dipl. Soz. Wiss. Sigrid Grimminger



Mentoring – Weichenstellung für die Zukunft

Dieses Projekt ist das Ergebnis eines durch das Ministerium geförderten Mentorinnenanschubprojekts, das die mit dem Expertenratgutachten ausgelösten Reformansätze in den Universitäten und die damit verbundenen Implikationen für die Gleichstellung beispielhaft integrieren soll.

Mit der Einführung konsekutiver Studiengänge, die nach einem Kurzzeitstudium mit dem Bachelor einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss ermöglichen und für besonders geeignete Studierende ein darauf aufbauendes Master-Studium vorsehen, wird es künftig Hochschulabschlüsse mit unterschiedlicher Wertigkeit geben. Mit der Einführung von Kurzzeitstudiengängen ist auch das Risiko verbunden, dass die Entscheidung, mit dem Erwerb des Bachelor-Abschlusses die Hochschule zu verlassen, von Geschlechtsrollen-stereotypen beeinflusst wird. Es wird also wichtig sein, begleitend zur Etablierung konsekutiver Studiengänge einer sachlich nicht gerechtfertigten Verengung der Studien- und Berufsperspektive der jungen Frauen entgegenzuwirken. Mentoring ist dafür ein geeigneter Weg.

Konzepte oder konkrete Erfahrungen mit Mentoring in einem Hochschulsystem mit konsekutiven Studiengängen gibt es in der BRD bislang nicht. Soweit es Ansätze für ein allgemeines Mentoring gibt, sind geschlechtsspezifische Aspekte nur additiv.

Ein geschlechtsspezifisches Mentoring sollte an drei Aktionsbereichen ansetzen:

  1. Beim †bergang von der Schule zum Studium sollte es Orientierungshilfen bei der Studienfachwahl geben.
  2. Nach der Aufnahme des Studiums sollte Mentoring dazu beitragen, dass die rasche Integration in den sozialen und fachlichen Kontext der Hochschule gelingt.
  3. Der Schwerpunkt des geschlechtsspezifisch angelegten Mentorings muss ca. im letzten Jahr vor Erreichen des Bachelor-Abschlusses liegen, um die optimale Weichenstellung fŸr die weiteren Entscheidungen, nþmlich Berufseinstieg oder Master-Studium und ggf. eine wissenschaftliche Laufbahn zu ermšglichen.

    Der nþchste Arbeitsschritt wird sein, ein Konzept fŸr ein Projekt zu erarbeiten, dass die drei vorgenannten Aktionsbereiche integriert unter besonderer BerŸcksichtigung des Modellprojekts Lehrer- und Lehrerinnenausbildung an der BUGH.

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