Neu erschienen
Dr. Stefan Neumann

Germanistik

 

 

Stefan Neumann:
Loriot und die Hochkomik
Leben, Werk und Wirken
Vicco von Bülows

 

Loriot und die Hochkomik

 

Vicco von Bülow war als Loriot nicht nur ein so erfolgreicher Zeichner, Autor, Schauspieler und Regisseur, dass er in Deutschland jenseits aller Klassen- und Altersgrenzen hoch geschätzt wird. Er ist außerdem, wie Christoph Stölzl konstatiert, auch der beste Beweis für den „Wertewandel“, der in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg stattgefunden hat. Dass man in Deutschland heute Spaß auch am Leichten, Selbstironischen, am intelligenten Humor hat, ist zu einem ganz erheblichen Teil Loriot zu verdanken. Dessen Humor in seinen verschiedensten medialen Erscheinungsformen ist nicht nur feinsinnig, selbstkritisch, sprach- und gesellschaftskritisch und natürlich immens komisch, sondern immer auch von höchst künstlerischem und handwerklichem Niveau. Damit weist Loriots Werk in mehrfacher Hinsicht weit über den populärkulturellen Rahmen hinaus, in dem es entstanden ist. Es gehört längst schon zum klassischen Film- und Literaturkanon des 20. Jahrhunderts. Die vorliegende Studie befasst sich ausgiebig mit Werk und Wirken Loriots. Basierend auf der ersten Dissertation zu Vicco von Bülow, wird dessen Lebenswerk hier erstmals genau und umfassend dargestellt. Aufbau und Wirkung seiner Arbeiten werden in einen biografischen Zusammenhang gebracht und aus ihrer jeweiligen Entstehungszeit heraus betrachtet. Ein umfangreiches Werkverzeichnis fördert dabei zahlreiche vergessene Arbeiten des Humoristen zu Tage, die es wederzuentdecken gilt.

 

Trier: WVT, 2011.

ISBN 978-3-86821-298-3

29,50 EUR (D)

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Johannes Barth / Stefan Neumann (Hg.):
Auf meines Herzens Bühne
100 Jahre Else Lasker-Schülers
Schauspiel "Die Wupper"

 

Herzensbühne

 

1909 erschien Else Lasker-Schülers »Stadtballade« Die Wupper - nachdem der erste Akt bereits im August 1908 in der Schaubühne vorabgedruckt worden war - im Berliner Bühnenverlag Oesterheld erstmals vollständig; zur Uraufführung kam es allerdings erst 1919 im Deutschen Theater, Berlin. In Else Lasker-Schülers Ouvre nimmt dieses Stück eine zentrale Rolle ein: Zum einen ist Die Wupper der erste und berühmteste Beleg dafür, daß die lange fast ausschließlich als Lyrikerin gewürdigte Schriftstellerin auch eine bedeutende, wenngleich eigenwillige Dramatikerin war, zum anderen zeigt das Schauspiel deutlich die Prägung von Else Lasker-Schülers Schaffen durch ihre Heimatstadt Elberfeld. Beides steht im Mittelpunkt der Aufsätze, die Wuppertaler Germanisten und Germanistinnen zum hundersten Geburtstag der Erstveröffentlichung von Die Wupper hier vorlegen. Weitere Beiträge widmen sich u. a. den übrigen Theaterstücken Else Lasker-Schülers: Arthur Aronymus und seine Väter (1932) Ich und Ich (entstanden 1941).

Mit Beiträgen von Johannes Barth, Jan Drees, Christine Hummel, Cornelia Illbrig, Stefan Neumann, Irmgard Nickel-Bacon, Heinz Rölleke und Madleen Podewski.

 

Wuppertal: Arco, 2012.

ISBN 978-3-938375-34-1

29,00 EUR (D)