Bergische
Universität Wuppertal
Fachbereich
A: Geistes- und Kulturwissenschaften
Germanistik
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Erschriebene
Natur |
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Die Erosion
eines theologisch-metaphysisch fundierten Weltbildes im Zuge von new
science und Aufklärung hat auch einen Umbruch im Verständnis
von Natur zur Folge. Natur wird zu einem Objekt, das wissenschaftlich
erforscht und zunehmend beherrscht werden kann. Eine nicht mehr zwangsläufig
als Zeichensprache Gottes verstandene Natur wird aber auch frei für
eine Vielfalt unterschiedlich kodierter Projektionen von Individuen
und sozialen Kollektiven . Am Beispiel der (Re-)Produktion von Natur
in Texten verschiedenen Genres untersuchen die Beiträge des vorliegenden
Bandes die kulturellen Muster, nach denen sich die Wahrnehmung von Natur
im Zeichen der Säkularisation neu organisiert. Dabei wird sowohl
das Netz der internationalen Verflechtungen im 18. Jahrhundert als auch
die Ausdifferenzierung neuer nationaler Rahmen in Europa berücksichtigt
und mit einem amerikanistischen Beitrag überdies eine transatlantische
Perspektive eröffnet. |
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