Bergische
Universität Wuppertal
Fachbereich
A: Geistes- und Kulturwissenschaften
Germanistik
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Dieses Buch entwickelt ein neues Konzept des literarischen Manierismus. Das Thema, das spätestens seit den Forschungen von E.R. Curtius und G.R. Hocke aus den Kunstwissenschaften auch ins Zentrum der literaturwissenschaftlichen Diskussion gelangt ist, wird hier umfassend aufgegriffen. Die Studie entwickelt ihr Konzept anhand einer einfachen These: Johann Fischart (1546-1590), Jean Paul (1769-1825) und Arno Schmidt (1914-1979) sind literarische Manieristen. Zymner diskutiert dazu im ersten Teil die wichtigsten älteren Manierismustheorien in Kunst- und Literaturwissenschaften, um dann einen eigene Explikation von „Manierismus“ als Verfahren und „literarischem Manierismus“ als Schreibweise vorzustellen. Die Unterscheidung von Grenzphänomenen wie „Ästhetizismus“, didaktischer „Verfremdung“ und „Konkreter Poesie“ sowie die Anwendung auf historische Schreibweisen des Manierismus in mehreren europäischen Literaturen dienen der Erhärtung des neuen Konzeptes. Auf dieser Basis muß es sich dann am Werk der drei Autoren bewähren: zunächst an der „Geschichtklitterung“ von Fischart, am „Titan“ von Jean Paul und an „Zettels Traum“ von Arno Schmidt. |
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