Bergische
Universität Wuppertal
Fachbereich
A: Geistes- und Kulturwissenschaften
Germanistik
Ulrich
Ernst: |
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Visuelle Lyrik
stellt im Rahmen der europäischen Kultur eine
besondere Synthese von Bild- und Sprachzeichen
dar, präsentiert
sich in Bezugssystemen von Intertextualität
und Interikonizität
und erweist sich als Grenzgattung, die an
der Literatur- wie an
der Kunstgeschichte Anteil hat. Diese Prämisse
gilt in besonderer Weise für das Figurengedicht,
das sich als intermedial
konzipierte Bild-Text-Komposition bestimmen
läßt, bei der ein
lyrischer Text zu einer graphischen Figur
formiert ist, die mimetischen Charakter aufweist und eine mit der
verbalen Aussage
koordinierte Zeichenfunktion übernimmt. Die Studien von Ulrich Ernst liefern einen Beitrag zur Theorie der Gattung, zur Theoriegeschichte und zur Typologie visueller Darstellungsformen. Zudem versuchen sie, die Geschichte der Visuaipoesie von den Technopägnien des Hellenismus über die Carmina figurata des Mittelalters und der frühen Neuzeit bis zur modernen Konkreten Poesie anhand von Paradigmata und unter Berücksichtigung medialer Aspekte zu rekonstruieren. Die Beiträge des Bandes sind das Ergebnis einer transepochal und transnational angelegten Literaturforschung mit theoretischem und interdisziplinären Zuschnitt. Der mit zahlreichen Abbildungen ausgestattete Band wird durch ein ausführliches Personen- und Sachregister abgerundet. |
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