Bergische
Universität Wuppertal
Fachbereich
A: Geistes- und Kulturwissenschaften
Germanistik
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Werner
Bellmann: |
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Der
Hauptteil des Bandes bietet auf mehr als 100 Seiten den ersten detaillierten
Kommentar zu diesem überaus anspielungsreichen Prosawerk, das
für die Verleihung des Nobelpreises an Böll im Jahr 1972
den Ausschlag gegeben hat. Im Kommentar und in einem Kapitel zur Entstehung
kann gezeigt werden, dass der pseudodokumentarische Roman weit mehr
authentisches Material enthält als bislang angenommen. Insbesondere
für die Darstellung des Schicksals sowjetischer Kriegsgefangener
und Zwangsarbeiter erweisen sich die Akten der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse,
die Böll in einem 42bändigen Reprint vorgelegen haben, als
zentrale Quelle. Bis in den Wortlaut hinein übernommen wird u.a.
der Leidensbericht eines in Nürnberg vernommenen russischen Arztes.
Die Eruierung von verdeckten Zitaten ermöglicht es überdies,
eine Schlüsselfigur der NS-Kriegswirtschaft als reales Vorbild
für eine der Romanfiguren zu identifizieren. |
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