Die elektromagnetische Kraft
Elektrische und magnetische Phänomene sind der
Menschheit seit der Antike bekannt. Schon früh wurde erkannt, dass
es zwei Arten elektrischer
Ladungen gibt (positive und negative), wobei gleichnamige Ladungen
sich gegenseitig abstoßen, entgegengesetzte Ladungen sich jedoch
anziehen. Die Kraftwirkung zwischen zwei Ladungen Q im Abstand r lautet
dabei (Coulombsches Gesetz, 1786):

Ebenso
war die magnetische Kraftwirkung bekannt, und wurde im Kompass etwa zur
Navigation verwendet.
Im
18. Jahrhundert wurde durch Oerstedt und Faraday die Brücke zwischen
diesen beiden Wechselwirkungen geschlagen. Diese entdeckten die magnetische
Wirkung des elektrischen Stroms (die heutzutage etwa jedem Elektromagneten
zu Grunde liegt) sowie
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J. C. Maxwell |
die
elektrischen Effekte von sich ändernden
Magnetfeldern. Auf der Grundlage dieser Entdeckungen gelang Maxwell
(Abb.) im 19. Jahrhundert
eine einheitliche Beschreibung des Elektromagnetismus in einer Feldtheorie.
Der Zusammenhang zwischen elektrischer Ladung und elektromagnetischen
Feldern liegt der Sende- und Empfangstechnik elektromagnetischer Wellen
zugrunde. Eine ruhende Ladung besitzt nur ein elektrisches Feld, und
eine bewegte Ladung erzeugt zusätzlich ein magnetisches Feld. Schliesslich
bewirkt die beschleunigte Bewegung elektrischer Ladungen (z.B. in einer
Antenne) die Aussendung elektromagnetischer Wellen. Je nach Wellenlänge
bezeichnet man diese Wellen als Radiowellen, Licht oder Röntgenstrahlung.
Mit
der Entdeckung, dass Atome aus elektrisch positiv geladenen Kernen und
einer negativ geladenen Elektronenhülle
bestehen, wurde deutlich, dass die chemischen Eigenschaften der Elemente
auf die elektrischen Eigenschaften der Hülle zurückgeführt
werden können.
Die Maxwellsche Theorie behält auch
in der Relativitätstheorie
ihre Gültigkeit, innerhalb der Quantentheorie erfuhr sie jedoch
eine Modifikation. Die "quantisierte" Fassung des Elektromagnetismus
heisst QED (Quantenelektrodynamik), und erklärt die Kraftwirkung
des Elektromagnetismus durch den Austausch von Photonen.
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| Feynman Diagramm zur Wechselwirkung von Elektronen durch Photonaustausch |
Dieser
Mechanismus kann in sog. Feynman Diagrammen illustriert werden.
In unserem Beispiel (Abb. rechts) wechselwirken die beiden von links
einlaufenden Elektronen
durch den Austausch eines Photons.
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Letzte Änderung:
Juli 16, 2004
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