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W-Boson-Analysen der Wuppertaler DELPHI Gruppe

 

Im Zeitraum von 1996 bis 2000 lief der Elektron-Positron-Beschleuniger LEP am CERN bei Energien oberhalb der Schwelle der W-Paarproduktion e+e- -> W+W-. Eine präzise Messung des Wirkungsquerschnitts dieses Prozesses stellt einen wichtigen Test des Standardmodells der Elementarteilchenphysik dar und ermöglicht auch Rückschlüsse auf die Existenz neuer Physik.

Bei 10 verschiedenen Schwerpunktsenergien zwischen 161 bis 207 GeV wurde bei DELPHI der Wirkungsquerschnitt bestimmt und mit den aktuellsten und präzisesten Theorievorhersagen verglichen und es zeigt sich eine sehr gute Übereinstimmung:

 

Für das Verhältnis aus experimentellem Ergebnis und theoretischer Erwartung ergibt sich über alle Energien ab 183 GeV:

R_WW = 1.001 +- 0.012 (stat) +- 0.010 (syst) +- 0.005 (theo) .

Neben dem Wirkungsquerschnitt wurden auch die Verzweigungsverhältnisse der W-Paarproduktion bestimmt. Die hohe Genauigkeit von unter 0.5% ermöglichte darüber hinaus auch noch eine sehr präzise Bestimmung des Elementes V_cs der Cabbibo-Kobayashi-Maskawa-Matrix.

Der Schwerpunkt der Wuppertaler Analysen lag im hadronischen Zerfallskanal der W-Paarproduktion (W+W- -> q qbar q qbar). Zur Verbesserung der Selektionsqualität wurden sehr erfolgreich neuronale Netze eingesetzt.

 

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Letzte Änderung: Juli 16, 2004